fe_program.jpgDas Projekt besteht aus zwei thematischen Arbeitseinheiten (Einheiten T1 und T2), einem Arbeitspaket für das Management und / Projektmanagement (Einheit M) und Kommunikation (Einheit C).

Arbeitspaket T1

Strukturaufbau des LivingLab´s.

In diesem Arbeitspaket sollte das Geschäftsmodel der gemeinsamen Vorgehensweise und die Erarbeitung der Außenwirkung sowie der zukünftigen Strukturen des neuen LL erarbeitet werden. Um das fundamentale Ziel eines LL zu erreichen, sind zuerst zahlreiche potentielle interessierte Unternehmen und andere Zielgruppen (Versicherungen, Feuerwehren, Ausbildungsorganisationen) an das Experten- und Innovationszentrum zu binden. Hierfür ist es unerlässlich die Identifikation der wesentlichen Vertreter auf dem Gebiet der Feuersicherheit in der Programmregion zu erfassen und über das neue LL zu informieren. Weiterhin gehört zur Erarbeitung einer Struktur des neuen Zentrums die Überprüfung von Forschungsmethoden und Equipment welches weltweit im Zusammenhang mit dem Forschungsthemen, für welche sich die Zielgruppen interessieren, angewendet wird. Hierauf aufbauend wird sich das LL in der Themenlandschaft platzieren und ein Alleinstellungsmerkmal erarbeiten. Dieses Merkmal umfasst vor allem eine sicherheitsrelevante Produktoptimierung für KMUs mit dem Fokus Produkte mit verbesserten Brandschutzeigenschaften zu entwickeln, den Ausbildungszentren eine Hilfestellung bei der Entwicklung von neuen Programmen zu geben und Versicherungen bei der Analyse von Brandursachen zur Seite zu stehen. Da heute in den verschiedenen Ländern der Programmregion unterschiedliche Richtlininen in Bezug auf Brandsicherheit verwendet werden, wird zur Einbindung der letzteren in der Arbeit des Zentrums auch der nationale Hintergrund fixiert. Die Arbeitsteilung ist die folgende: (i) ZAG und FHK: - Erarbeitung aktuelle Bedürfnisse der Zielgruppen (Arbeitsfelder des LLs) und der nationalen und internationalen Anwendbarkeit der Arbeitsinhalte; (ii) IBA, ZBS und SZPV:-Kundenbindung und -findung im Bereich konstruktiven Brandschutz und Produktentwicklung, Brand-Versicherungen, Feuerwehren und Havariebegutachtung; -Erarbeitung der nationalen und internationalen Anwendbarkeit der Arbeitsinhalte.

Arbeitspaket T2

Demoprojekt.

Ziel ist es ein Demonstrationsforschungsprojekt zu präsentieren, dass den Betrieb des LL sowie dessen Prüfung und Modifikation darstellen wird. Das Forschungsthema wurde schon ausgewählt und steht im Einklang mit ihrer derzeitigen hohen Aktualität, die wir in Gesprächen mit verschiedenen Zielgruppen (KMUs, Feuerwehr, Versicherungen, Produktentwicklern, Brandschutzbüros, Ausbildungsstäten...) festgestellt haben. Das Materialverhalten von UHPFRC (Ultra-High Performance Fiber Reinforced Concrete) unter Brandbelastung soll optimiert werden, da dies bis jetzt zu explosiven Abplatzungen der Betonmatrix führt. In zahlreichen öffentlichen Diskussionen über Bauprodukte und ihre Nachhaltigkeit wird dem UHPFRC eine sehr hohe Wichtigkeit in Zukunft zugeschrieben (innovative Bauteilentwicklung). Es finden sich kaum aktuelle Informationen über alle sicherheitsrelevante Parameter,wie die Brandsicherheit.

Die Forschung wird Versuche (kleine Materialtests, mittel- und großbaulichen Brandtests) und numerische Simulationen beinhalten. Es werden verschiedene Arten von Fasern getestet (Polypropylen-, Gummi-, Textil-fasern ...) die das Problem der brandinduzierten Abplatzung lösen können. Außerdem wird somit ebenfalls der wichtige Aspekt der Nachhaltigkeit bedient da sich in früheren Projekten herausstellte, dass Fasern einen großen Einfluss auf den ökologischen Fußabdruck des UHPFRC haben. Weitere Details der Forschung werden in Gesprächen mit den Zielgruppen bestimmt werden sowie mit Ingenieuren von IBA. Da diese ein Projektpartner sind und regelmäßig in der alltäglichen Ingenieurpraxis mit der Problematik von UHPFRC hinsichtlich des Brandschutzes in Berührung kommen.

Da das neue LL auch als Mechanismus für die Übertragung von neuem Wissen in Bildungssysteme dienen wird, werden im T2 auch einige Pilotschulungen organisiert werden.

Verantwortungen:  ZAG, FHK: Forschung; IBA, ZBS, SZPV: Promotion und Abstimmung des Demoprojekts mit den Vorschlägen der Zielgruppen; FHK, ZBS, SZPV: Management der Pilotausbildungen; alle: die Übertragung der Erfahrungen des Demoprojekts in das Geschäftsmodells des LLs.

Arbeitspaket M

Management.

Die Projektumsetzung wird in etablierten multilateralen Partner-Netzwerken ablaufen. Das Projektmanagement wird vom Lead-Partner (FHK) unter Mithilfe der anderen Projektpartner übernommen und daher nicht extern ausgelagert. Zu Beginn des Projekts wird dazu ein Kick-off Meeting durchgeführt, welches die Erarbeitung einer gemeinsamen Vorgehensweise und die Festlegung von Regeln und Mechanismen zum Ziel hat. Nach der Festlegung dieser Regeln kann die gemeinsame Arbeit im Projekt beginnen.

Der Projektmanager (PM) wird intern besetzt. PM steuert (1) fachlich die WP-Leitung, (2) budgetweise die Projektpartnerleitung (PPL) und (3) ist verantwortlich gegenüber dem Lenkungsausschuss (steering comittee) und der Behörde. Jeder Projektpartner stellt einen gesetzlichen Vertreter, der in den Lenkungsausschuss nominiert wird. PPL ist verantwortlich für die Mitarbeiter des jeweiligen PP in Bezug auf Qualifikation, Leistung und Arbeitsqualität. Der WP-Leiter ist verantwortlich für die professionelle Ausarbeitung und Lieferung von Arbeitsergebnissen gegenüber den PPs. Es wird ein Verantwortlicher für jede Aktivität nominiert (Aktivity-Leiter), der den WP-Leiter unterstützt, die Ergebnisse der jeweiligen Aktivität eines WP zu erreichen. Die tägliche Kommunikation basiert auf gemeinsamer elektronischer Projektablage (zur Verfügung gestellt von LP), einer Audio-Kommunikation sowie Screen-Sharing via Web-Conferencing als auch E-Mail und Telefon. Bei Eskalationen benachrichtigt der WP-Leiter sofort den PM über Abweichungen von Zielterminen. Die PPL benachrichtigt den PM sofort bei Budgetabweichungen. Der PM und das WP-Team bzw. PP, haben Gegenmaßnahmen zu erarbeiten. Wenn die Gegenmaßnahmen nicht auf der PM-Ebene geregelt werden können, benachrichtigt der PM den Lenkungsausschuss.

Arbeitspaket C

Kommunikation.

Das Ziel dieses WP ist die Durchführung effektiver Aktivitäten um mit den projektrelevanten Stakeholdern (Unternehmen einschließlich KMUs, Bauplaners, Berater, Behörden, Kammern usw.) zu kommunizieren und wichtige Informationen zugänglich zu machen. Interne Kommunikationsmaßnahmen zählen nicht dazu und werden deshalb im WP Projektmanagement abgebildet und näher beschrieben.  Bei Beginn des Projekts ist es zunächst wichtig, das Bewusstsein für die Bedeutung der Thematik Brandschutz und die Wettbewerbsfähigkeit von Produktentwicklungen sowie der Reduzierung von feuer-induzierte Schäden zu schaffen. Durch die Erstellung einer Projekthomepage und eines Social-Media Auftritts werden Informationen bereitgestellt um das Thema einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und die Hauptzielgruppe des Projekts anzusprechen. In weiterer Folge stehen vor allem der Transfer von bestehendem Wissen im Bereich Brandschutzingenieurwesen und die Anbahnung von Unternehmenskooperationen im Vordergrund des Projekts. Dafür werden entsprechende Aktivitäten (laufende Betreuung der Homepage, Durchführung von Workshops für Unternehmen und andere Zielgruppen, Abschlussveranstaltung des Projekts etc.) durchgeführt. An der Verwirklichung arbeiten alle PP mit. Die Projektpartner FHK und ZAG übernehmen die inhaltliche Erstellung der Projekthomepage sowie des Social-Media Auftritts. Die Inhalte werden dabei mit allen Partner abgestimmt. Die laufende Aktualisierung der digitalen Kommunikationskanäle sowie die Planung und Durchführung der Abschlussveranstaltung wird von ZBS und SZPV übernommen (unter Einbeziehung aller Projektpartner).

Die technischen Partner ZAG; FHK und IBA planen 3 Beiträge in Fachzeitschriften (z.B. Verbundwerkstoffe und Brandverhalten), 1 Artikel in einer Zeitschrift, 2 Artikel in den Medien, 3 professionelle Artikel, 2 Masterarbeiten und sie werden auch die thematischen Inhalte für die 3 geplanten Workshops (eventuelle Aufnahme der Themen in Lehrveranstaltungen), sowie die 4 Messen, aufbereiten.